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Gesundheitsaspekte

Welche Käse bieten sich bei einer Laktoseintoleranz an?

Milch enthält von Natur aus Laktose, die bei der Verdauung durch das Enzym Laktase aufgespalten wird. Unter Laktoseintoleranz versteht man die klinischen Anzeichen und Symptome einer Laktosemaldigestion, nämlich einer Laktose-Fehlverdauung durch eine verminderte Laktaseaktivität.

Dennoch können Menschen mit einer Laktoseintoleranz oftmals Käse vertragen, da die Laktose bei der Käseherstellung zum Teil mit der Molke entweicht und darüber hinaus während der Käsereifung abgebaut wird.

In unreifen Hart- und Schnittkäsesorten ist die Laktose bis auf eine Restmenge von 0,1 – 1% vergoren. Sie beträgt bei einem ungereiften Weichkäse, wie zum Beispiel einem Camembert, maximal 0,5%. In anderen Käsesorten, wie zum Beispiel einem Butterkäse, sind in frischem Zustand noch 1,0-2,0% enthalten.

Während der Reifung wird die Laktose innerhalb von 5 – 10 Tagen fast komplett vergoren. In gereiftem Käse, unabhängig von der Sorte, ist die Laktose meistens vollständig abgebaut oder liegt nur noch in Spuren vor. Somit enthält nur Frischkäse noch nennenswerte Mengen an Milchzucker.

Auf Nachfrage von Vallée-Verte hat das Chemische Veterinäruntersuchungsamt Freiburg geschrieben, dass sie die Angabe „von Natur aus „laktosefrei“ bei Käse und Erzeugnissen aus Käse fordern, bei denen durch Reifung deren Laktosegehalt reduziert ist. Hier reicht ihnen die alleinige Angabe „laktosefrei“ nicht.

Laut Untersuchungsamt gibt es derzeit noch keine rechtliche Vorgabe zu „laktosefrei“. Hier wird für Milchprodukte ein Gehalt von <0,1% zugrunde gelegt.

Übrigens stellt Ziegenkäse bei einer Laktoseunverträglichkeit keine Alternative dar.
Ziegenmilch hat durchschnittlich 4,1 g Laktose/100 ml im Vergleich zur  Kuhmilch die
 4,7 g/100 ml besitzt.

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